Persönliches... nachgefragt bei Silke Kaiser

Interview mit Silke Kaiser anlässlich eines Liederabends mit Nachtstücken von Franz Schubert bei den Otzberger Sommerkonzerten 2004

Welches war das allererste Musikstück, das Sie gefesselt hat?
So seltsam das klingen mag: Wagners „Ring“ -  wurde zu Hause vor allem gehört, als ich ganz klein war. 

Wann und warum beschlossen Sie, Musikerin zu werden?
Es heißt doch: „Sind Sie Musiker? – Nein, Sänger!“
Meine Eltern würden antworten, ich habe gewusst, dass ich Sängerin werden wolle, seit ich als knapp Vierjährige Humperdincks „Hänsel und Gretel“ in der Stuttgarter Staatsoper gehört habe. - Ich denke, es war eher ein schleichender Prozess (so sagt man doch bei Krankheiten?). Eigentlich überlege ich immer noch...

Warum haben Sie sich für den Gesang entschieden?
Sprache fasziniert mich mindestens so sehr wie Musik. Die Verbindung von beidem ist das Höchste!

Wer oder was hat Ihnen wichtige Impulse gegeben?
Schon ganz früh: die Lied-Schallplatten von Fritz Wunderlich, ein Liederabend mit Elly Ameling. Erfahrungen als Chorsängerin. Dann die Zusammenarbeit mit dem Pianisten Jens Fuhr, in der wir uns die Liedliteratur erschlossen. Die Begegnung mit Irwin Gage und unser gemeinsames Studium in dessen Liedklasse in Zürich. 

Welche Musiker bewundern Sie ?
vor allem die Pianisten

Welchen Komponisten hätten Sie gerne persönlich kennengelernt?
nach eingehender Überlegung: Robert Schumann

Wie erholen Sie sich von Ihrer Arbeit?
Wohl vor lauter Sinnen, Singen
Kommen wir nicht recht zum Leben“ (Eichendorff)

Was genießen Sie?
Momente völliger Selbstvergessenheit 

Wovon träumen Sie?
Tags oder nachts? -  Also gut: z. B. einmal zusammen mit den Singphonikern Schuberts Ständchen D 920 aufzuführen.

  

© Otzberger Sommerkonzerte, Programmheft 2004